Darum ist Permethrin giftig für Katzen

Geschrieben von Vivian

Die Floh- und Zeckenzeit steht vor der Tür. Um die Viecher von ihren geliebten Haustieren fernzuhalten, greifen viele zu einem Mittel vom Tierarzt. Doch hier ist Vorsicht geboten!

 

Permethrin ist ein Insektizid. Das Mittel wird gerne bei Hunden zur Bekämpfung von Zecken und Flöhen verwendet, es kann für Katzen allerdings tödlich sein. Wenn ihr euren Hund mit einem permethrinhaltigen Mittel behandelt und noch eine Katze mit im Haus lebt, solltet ihr in den ersten paar Stunden besonders aufpassen und einen engen Kontakt beider Tiere unterbinden. Wenn ihr das Mittel beim Tierarzt holt, könnt ihr auch direkt etwas ohne Permethrin nehmen, damit ihr auf der sicheren Seite seid.

Warum ist Permethrin überhaupt giftig für Katzen? 

Katzen besitzen nur in geringem Maße das Enzym “Glucuronidase – Transferase”, welches für den Abbau von Permethrin zuständig ist. Im Gegensatz zu Hunden, können Katzen den Wirkstoff nicht Verstoffwechseln und erleiden Vergiftungssymptome. Auch auf den Verpackungen wird nochmal deutlich darauf hingewiesen, dass das Mittel nicht bei Katzen angewendet werden darf. Wenn ihr euch trotzdem unsicher seid, fragt lieber nochmal beim Tierarzt nach!

Hauptsymptome bei einer Vergiftung mit Permethrin bei Katzen 

Die Symptome können, je nachdem wie die der Wirkstoff aufgenommen wird, schneller oder langsamer eintreten. Bei einer Aufnahme über den Mund, beispielsweise durch ablecken, können die Symptome schon nach wenigen Stunden eintreten. Bei einer falschen Behandlung über die Haut, kann es bis zu drei Tagen dauern. 

Die betroffenen Katzen können unter anderem folgende Symptome zeigen: 

  • Krämpfe
  • Lähmungserscheinungen
  • erhöhter Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Durchfall 
  • Atembeschwerden

Was tun, wenn die Katze doch mit Permethrin behandelt wurde? 

Wurde deine Katze doch versehentlich mit dem Wirkstoff behandelt oder ist damit in Berührung gekommen, solltest du folgendes tun:

  • Ruf sofort einen Tierarzt, Nottierarzt oder eine Tierklinik an und schildere was passiert ist,
  • Du darfst jetzt keine Zeit verlieren und solltest dich schnellstmöglich auf den Weg machen.
  • Nimm die Produktverpackung mit zum Tierarzt oder notiere dir den Namen des Produkts.

Der Weg zum Tierarzt ist absolut notwendig, auch wenn die Katze noch keine Symptome zeigt. Vorab kannst du allerdings, in Absprache mit deinem Veterinär, die betroffenen Stellen scheren und mit lauwarmen Wasser abwaschen. Das verhindert das Einziehen des Wirkstoffs in die Haut. 

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